Bahnhöfe des Jahres stehen in Dresden und Hünfeld

In Dresden und im hessischen Hünfeld stehen die Bahnhöfe des Jahres 2014. Das hat die Allianz pro Schiene bekannt gegeben. Der gemeinnützige Verband vergab die Auszeichnung für die jeweils kundenfreundlichsten Bahnhöfe bereits zum elften Mal. Zuvor hatte eine sechsköpfige Jury – bestehend aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Autoclub Europa (ACE), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und der Allianz pro Schiene – die von Bahnhofsnutzern eingesendeten Vorschläge gesichtet und den vielversprechendsten Bahnhöfen einen Besuch vor Ort abgestattet.
 
Die sächsische Landeshauptstadt Dresden gewann in der Kategorie „Großstadtbahnhof“ und überzeugte die Jury laut einer Pressemitteilung der Allianz pro Schiene, da die Metropole mit ihrem Bahnhof „den Prunk vergangener Epochen und moderne Ansprüche an Funktionalität“ vereine. Nicht nur sei dieser Prachtbau Kopf- und Durchgangsbahnhof in einem. Nach umfassenden Umbauarbeiten und überstandener Überschwemmung habe sich darüber hinaus „die Last der Historie an dem denkmalgeschützten Sandstein-Ensemble in eine lichte, beschwingte Leichtigkeit“ verwandelt.

In der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ gewann hingegen das 16.000 Einwohner zählende Hünfeld, das bei der Jury mit seinem klassizistischen Empfangsgebäude und der sich direkt an die Gleise anschließenden Wiesen und Felder des Biosphärenreservates Rhön punktete. Hünfeld sei ein ländlicher Bahnhof im allerbesten Sinne. Es sei deutlich zu spüren, dass die Stadt sich vorbildlich um die Reisenden kümmere, lobte die Jury: „Der Bahnhof hat ein rundum durchdachtes Gesamtkonzept. Damit macht Hünfeld, die Wahlheimat des Computer-Erfinders Konrad Zuse, seinem Ahnherren alle Ehre.“

„Im Laufe der elfjährigen Geschichte des Wettbewerbs haben fast alle Bundesländer mindestens mit einem ihrer Bahnhöfe den Preis gewonnen“, sagte Dirk Flege, Jury-Mitglied und Allianz pro Schiene-Geschäftsführer, heißt es weiter in der Pressemitteilung. „Nur das Saarland, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und leider auch Nordrhein-Westfalen haben noch keinen Bahnhof des Jahres vorzuweisen.“ Flege verwies darauf, dass die Jury im Sommer 2014 besonders ausdauernd durch NRW gereist sei, um endlich fündig zu werden. Allerdings vergebens. „Offenbar ist das Niveau der Bahnhofskultur in den verschiedenen Ländern unterschiedlich hoch“, sagte Flege.

Weitere Informationen zu den Bahnhöfen des Jahres stellt die Allianz pro Schiene auf ihrer Website unter www.allianz-pro-schiene.de/bahnhof-des-jahres zur Verfügung.
 
 

Nutzer-Bewertung: 
0

Ähnliche Artikel

Beim automatisierten Fahren ist die Schiene Vorreiter. Seit 1967 sind fahrerlose Stadtbahnsysteme im Einsatz und jedes Jahr werden neue,...

Am 18. und 19. Oktober 2012 veranstaltete der Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen (VDEF) sein Betriebsleiter-Symposium in der...

Mit seinem neuen Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“ setzt sich der ACE Autoclub Europa e.V. für eine intelligente Gestaltung von...