Berliner Bahngespräche: Konsens für den Deutschlandtakt

Die Politik muss den Deutschlandtakt vorantreiben, lautet eine einhellige Forderung der wichtigsten Verbände der Bahnbranche. Diesen Konsens hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAGSPNV) im Rahmen der 13. Berliner Bahngespräche unterstrichen. Auf der Tagung hatten sich Ende November rund 160 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammengefunden, um über die Zukunft des Schienenverkehrs in Deutschland zu beraten. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesverkehrsministerium, sprach von einer großen Chance sowohl für den Personenfernverkehr als auch für den Schienengüterverkehr. So könnten verbesserte Umsteigeoptionen mehr Kunden zur Bahn locken. Systemtrassen für den Güterverkehr könnten zur Verlagerung von Transporten auf die Schiene beitragen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, so Ferlemann weiter.

Der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, forderte  die Einbeziehung des Nahverkehrs in den Deutschlandtakt. Die Bundesländer müssten an den Planungen beteiligt werden, um eine passgenaue Gesamttaktung von Fern- und Nahverkehr zu ermöglichen, so Hermann. Die Einführung eines Deutschlandtaktes ist Bestandteil der im Frühjahr veröffentlichten politischen Kernforderungen der Bahnverbände, hinter denen neben der BAG-SPNV auch die Allianz pro Schiene, die Verbände von Bahnindustrie und Verkehrsunternehmen (VDB und VDV) sowie die Interessenvereinigungen der privaten Bahnen wie mofair, NEE und VPI stehen.
(Stand: 12/2017)

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