Innovatives Tarifmodell für die digitale Arbeitswelt

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Mobil sein und selbst wählen, wo man arbeiten will: Der neue Tarifvertrag 4.0 bei der Deutschen Bahn soll es möglich machen. Mit dem Abschluss ihrer Tarifrunde im Dezember haben sich DB und die Gewerkschaft EVG auf ein neues Modell geeinigt, das allen Mitarbeitern, deren Tätigkeit nicht an einen festen Arbeitsort gebunden ist, die Wahl lässt, von zuhause oder unterwegs zu arbeiten. Auch die Rufbereitschaften werden konzernweit einheitlich geregelt. Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze und Tätigkeiten sich durch den Umgang mit digitalen Technologien oder neuen Arbeitsweisen verändern, haben nun einen Anspruch auf entsprechende Qualifizierungen. Mit diesen Regelungen wollen die Tarifpartner den Veränderungen der Arbeitswelt im Gefolge der Digitalisierung begegnen. Außerdem werden die Arbeitszeiten flexibler gestaltet: Ab 2018 können Mitarbeiter wählen, ob sie mehr Geld erhalten oder auf die Lohnerhöhung zugunsten einer geringeren Arbeitszeit verzichten möchten, sei es durch weniger Wochenstunden oder mehr Urlaubstage. In der Tarifrunde wurden auch Lohnerhöhungen und eine höhere Ausbildungsvergütung sowie Beihilfen zu Wohnkosten und Altersvorsorge für Azubis vereinbart. Die EVG vertritt etwa 150.000 DB-Mitarbeiter in Deutschland. (Stand 01/2017)

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