Sicherheitsbericht: EBA meldet weniger Unfälle im Jahr 2015

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Die Zahl signifikanter Unfälle im Bahnverkehr ist leicht zurückgegangen. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2015 hervor, den das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) im Oktober veröffentlicht hat.

Als signifikant werden Unfälle mit Beteiligung von Schienenfahrzeugen eingestuft,bei denen mindestens eine Person schwer verletzt oder getötet wurde, erheblicher Sachschaden entstand oder die den Betriebsablauf stark beeinträchtigten. Im Berichtsjahr haben sich demnach 306 solcher Vorfälle ereignet, was bezogen auf die gefahrenen Strecken einem Wert von 0,294 Ereignissen pro Millionen Zugkilometern entspricht (2014 waren es 0,319). Insbesondere die Zahl der Unfälle mit Personenschaden und die Zahl der Todesopfer (ohne Suizide) sind zurückgegangen (2015: 130/2014: 160 Tote). Dagegen nahm die Zahl der Schwerverletzten leicht zu (von 109 auf 118), wobei sich die meisten Vorfälle beim Überqueren von Bahnübergängen oder dem unbefugten Betreten von Bahnanlagen ereigneten. Entgleisungen lagen laut EBA auf unverändert niedrigem Niveau, dagegen kam es häufiger als im Vorjahr zu Kollisionen zwischen Fahrzeugen oder mit Objekten im Lichtraumprofil.

Ein unterschiedliches Bild ergibt sich bei Vorläufern von Unfällen, die auf Schäden und Störungen an der Infrastruktur oder auf menschliche Fehler zurückgehen (insgesamt 805 Ereignisse). Das EBA will insbesondere beobachten, ob es den Verkehrsunternehmen gelingt, gegen das Überfahren von Haltesignalen vorzugehen. Die Zahl dieser Ereignisse blieb, nach einem starken Anstieg im Vorjahr, weitgehend unverändert und lag in 2015 bei 482 (davon 71 Ereignisse mit Erreichen des Gefahrenpunktes). Sicherheitsrelevante Mängel registrierten die Prüfer vor allem im grenzüberschreitenden Güterverkehr, wobei insbesondere aus Italien kommende Züge aufgefallen sind. Insgesamt stellte die Behörde in ihrem Jahresbericht fest, dass das Sicherheitsniveau des Bahnverkehrs im Verhältnis zu den Vorjahren im Wesentlichen konstant geblieben ist. Der vollständige Bericht kann unter www.eba.bund.de abgerufen werden. (Stand 12/2016)

 
 

 

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