40 Jahre Triebwagen der Baureihe 614

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Rubrik: Bahn aktuell
Schlagwörter: Geschichte

Just 40 Jahre nach ihrem ersten Einsatz 1971 sind die Triebwagen der Baureihe 614 in Deutschland Geschichte: Seit Mitte Februar gehört der letzte Wagen der Baureihe offiziell zum Fahrzeugbestand des DB Museums in Nürnberg.

Die Baureihe 614 stellte eine Weiterentwicklung der Baureihen 624/634 aus den 1960er Jahren dar. Die wichtigsten Innovationen gegenüber den Vorgängermodellen bestanden in einer von 120 auf 140 Kilometer pro Stunde angehobenen Höchstgeschwindigkeit, der Neugestaltung der Einstiege sowie der Ausrüstung mit gleisbogenabhängiger Wagenkastensteuerung. Hinzu kamen signifikante Änderungen in Bezug auf das Design inklusive des seinerzeit hochmodernen „Pop-Farbkonzeptes“, das der ersten Serie blutorangene Fensterbänder auf kieselgrauer Fläche bescherte.

Die ersten beiden Prototypen wurden in der Waggonfabrik in Uerdingen hergestellt, die heute zum Siemens-Konzern gehört. Bis 1976 erwarb die Deutsche Bundesbahn 40 Serienfahrzeuge, an deren Bau auch die Unternehmen MAN sowie Orenstein und Koppel mitwirkten. Haupteinsatzgebiet der Fahrzeuge waren nicht elektrifizierte Strecken im Umkreis von Braunschweig und Nürnberg. Zum Fahrplanwechsel 2008 trat die Baureihe 648 dann die Nachfolge der 614er an.

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 sind in Deutschland offiziell keine 614er Triebwagen mehr unterwegs. Wer dennoch einen solchen in Aktion sehen möchte, muss ins benachbarte Ausland reisen, namentlich nach Polen, wo noch einige der nunmehr historischen Triebwagen ihren Dienst tun.