China baut HGV-Netz aus

Bis Ende 2011 investiert China 700 Milliarden Yuan (102.5 Milliarden US-Dollar) in den Ausbau seines Hochgeschwindigkeitsnetzes. Damit wird das chinesische Netz weiter anwachsen und sich innerhalb eines Jahres nahezu verdoppeln. Ohnehin ist das Tempo des Streckenausbaus bemerkenswert: So wird die für 2012 geplante 1.400 Kilometer lange Strecke zwischen Beijing und Shanghai ihren Betrieb bereits im Juni dieses Jahres aufnehmen, ein halbes Jahr früher als geplant.

Mit dann rund 13.000 Kilometern Länge wird China mit Abstand über das weltweit größte Hochgeschwindigkeitsnetz verfügen. Zum Vergleich: Die  Hochgeschwindigkeitsstrecken der europäischen Staaten haben derzeit eine Gesamtlänge von rund 6.000 Kilometern; weitere 3.000 befinden sich im Bau. Auch hinsichtlich der Geschwindigkeiten bestimmen die Chinesen inzwischen die Maßstäbe: So fuhr der neu entwickelte, auf dem Siemens Velaro basierende CRH380BLHochgeschwindigkeitszug, der Beijing und Shanghai künftig verbindet, während einer Testfahrt Anfang Januar mit einer Geschwindigkeit von 487 Kilometern pro Stunde (Foto: CRH3).

Dass der Hochgeschwindigkeitsverkehr derzeit boomt, wurde auf dem „7. UIC HIGHSPEED Weltkongress“ im Dezember 2010 in Beijing deutlich. Gastgeber waren der internationale Eisenbahnverband (UIC) und das Eisenbahnministerium der Volksrepublik China (MoR). Im Mittelpunkt des Kongresses standen die Themen „High Speed and the City“, „High Speed and Sustainable Development“ und „High Speed and Territory Managment“.

Weitere Informationen zu dem Kongress hat der UIC im Internet bereitgestellt.

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