Globaler Wettbewerb der Zukunft

(red) Die Unternehmen der Bahnbranche stehen zunehmend im globalen Wettbewerb. Das zeigt zum Beispiel der Markt für Hochgeschwindigkeitszüge, an dem bislang Westeuropa die größten Anteile hatte: Der Großauftrag aus China für Bombardier Sifang Transportation - das chinesische Joint Venture Bombardiers - zum Bau von 80 Zefiro-Zügen illustriert die große Bedeutung, die die Märkte in Fernost für die Bahnindustrie haben.
Mit der fortschreitenden Globalisierung verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich. Die Entwicklung neuer Bahntechnologien erweist sich gerade im Bereich der Schienenverkehrstechnik als nachhaltige Investition, um im globalen Wettbewerb der Zukunft bestehen zu können. Beispiele sind Bombardier, Siemens und Alstom: Mit dem Verkauf ihrer Hochgeschwindigkeitszüge auf dem asiatischen Markt stehen diese Unternehmen in direktem Wettbewerb mit dem japanischen Bahntechnikhersteller Central Japan Railway Company und seinen Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszügen.
Technologien auf dem neuesten Stand
Bombardier Sifang Transportation hat im September einen Großauftrag aus China für den Bau von 80 Hochgeschwindigkeitszügen erhalten. Im Zuge des Geschäftes mit dem chinesischen Eisnenbahnministerium verkauft das Unternehmen erstmals seine Zefiro-Technologie. Von Seiten des Unternehmens heißt es, die Entscheidung für die Zefiro-Züge sei vor allem auf deren Energieeffizienz zurückzuführen. Der Hochgeschwindigkeitszug erreicht maximal 380 Kilometer pro Stunde und ist mit den so genannten ECO4-Technologien ausgestattet. Hinter der Bezeichnung stehen zum Beispiel Technologien zur Energieeinsparung wie die MITRAC-Antriebstechnik, eine aerodynamische Außenform und ein Fahrassistenzsystem zur Senkung des Energieverbrauchs ("Drive Style Manager").
Siemens erhielt demgegenüber 2005 den Auftrag für 60 Hochgeschwindigkeitszüge, von denen im August 2008 die ersten nach China geliefert wurden. Die Drehgestelle der Velaro-Züge eignen sich für maximale Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 360 Kilometern pro Stunde.
Der AGV ("Automotrice à grande vitesse") von Alstom ist ein Nachfolger des TGV (Train à grande vitesse) und wurde zum Beispiel bereits nach Italien verkauft. Zu seinen technologischen Innovationen zählen die aerodynamische Außenform sowie die Kombination aus der Gelenkbauweise mit Drehgestellen und einem verteilten Antriebssystem.
Mehr über Zugmodelle für den Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr, deren Einsatzgebiete und Technologien erfahren Sie in dem "Deine-Bahn"-Artikel: „Schnelle Fahrt in schnellen Zügen“ (Ausgabe 09/2008).
Tipp
Unter folgendem Link finden Sie unser Fachbuch Schienenfahrzeugtechnik. Das Buch stellt den Stand der Schienenfahrzeugtechnik vor und berücksichtigt dabei auch technologische Entwicklungen von Hochgeschwindigkeitszügen.
Weiterführende Links



Neue Kommentare
vor 1 Woche 1 Tag
vor 3 Wochen 20 Stunden
vor 3 Wochen 6 Tage
vor 9 Wochen 6 Tage
vor 10 Wochen 2 Tage
vor 10 Wochen 2 Tage
vor 12 Wochen 8 Stunden
vor 12 Wochen 8 Stunden
vor 14 Wochen 9 Stunden
vor 14 Wochen 1 Tag