Künstliche DNA soll Kabeldiebe stoppen

Professor Gerd Neubeck, Leiter der Konzernsicherheit der Deutschen Bahn AG, möchte Kabeldieben ihr illegales Geschäft deutlich erschweren: Dafür setzt der Konzern in den Bundesländern Sachsen und Sachsen Anhalt auf Kabelmarkierungen per künstlicher DNA, die sich unter UV-Licht nachweisen lassen.
„Der Weiterverkauf gestohlener Kabel wird dadurch unmöglich, und das Täterrisiko der Überführung ist mit der neuen Technik enorm gestiegen“, sagte Neubeck. Bundesweit ist der DB AG nach eigenen Angaben im Jahr 2010 durch Kabeldiebstähle ein Schaden von 10 Millionen Euro entstanden. Sachsen und Sachsen Anhalt, in denen die künstliche DNA erstmals eingesetzt wird, gehören zu den Bundesländern, in denen die meisten Kabeldiebstähle vorkommen.
Die an und in den Kabeln untergebrachten DNA-Moleküle schwimmen in einer Flüssigkeit, die darüber hinaus auch Komponenten in Form von mikroskopisch kleinen Metallplättchen beinhaltet, die codiert sind und die exakte Lokalisierung und Identifizierung eines definierten Abschnitts der ursprünglichen Kabelstrecke ermöglichen. Zudem bleiben nach einem Kontakt mit den so präparierten Kabeln häufig DNA-Spuren an Kleidungsstücken, Werkzeugen oder auf der Haut haften, was die Tätersuche enorm erleichtere, heißt es in einer Pressemitteilung des DB Konzerns.



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