Neue Wagen für die Wuppertaler Schwebebahn

Das auf Bahn-Infrastruktur und -Technik spezialisierte Unternehmen Vossloh hat von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) den Auftrag erhalten, insgesamt 31 neue Wagen für die Schwebebahn der Stadt zu bauen. Die Wuppertaler Schwebebahn ist eine hoch hängende Einschienenbahn bzw. Monorail. Laut Angaben des Unternehmens beläuft sich der Auftragswert auf 122 Millionen Euro. Die Auslieferung beginnt ab 2014. Bis Ende 2015 sollen die neuen Fahrzeuge die aus den 1970er Jahren stammenden Wagen ersetzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zwei Vossloh-Töchter werden mit dem Auftrag betraut: Während die Düsseldorfer Vossloh Kiepe unter anderem die Lieferung von Traktions- und Bordnetzumrichtern sowie der Leittechnik übernimmt, wird die im spanischen Valencia ansässige Vossloh Rail Vehicles die Montage der Fahrzeuge übernehmen.

Während das Außendesign der Schwebebahn im Wesentlichen erhalten bleibt, soll das Innere der Fahrzeuge heller und optisch weitläufiger gestaltet werden. Zudem ist der Einbau von gepolsterten Holzsitzen zugunsten der bislang verwendeten Plastikschalen geplant. Eine wichtige Neuerung im technischen Bereich ist die Einführung von Drehstrommotoren, die eine ruckfreie und zügigere Beschleunigung ermöglichen und nahezu verschleißfrei arbeiten. Zudem wird die anfallende Bremsenergie ins Netz zurück gespeist und so Strom gespart, teilten die Wuppertaler Stadtwerke mit.

Hintergrund: Einschienenbahnen bzw. Monorails eignen sich hervorragend für Punk-tzu-Punkt-Verbindungen wie beispielsweise bei Flughäfen und deren Anbindung an wichtige Nahverkehrswege, aber auch für verschiedene innerstädtische Verkehrsaufgaben. Eine der längsten Monorail-Strecken der Welt entsteht derzeit in Brasilien. Sie soll über 24 Kilometer Länge durch die südamerikanische Metropole São Paulo führen.

 

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