USA investiert in den Hochgeschwindigkeitsverkehr

(red) Mit der Studie des Bostoner Instituts Economic Development Research Group (EDR) liegen erstmals für einzelne Städte in den USA genaue Berechnungen über die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen des US-Investitionsprogramms für den Bahnverkehr vor. Insgesamt 13 Milliarden Dollar stellt US-Präsident Barack Obama für den Ausbau des Schienenverkehrs bereit. Die Strecken sollen den Pendlerverkehr attraktiver machen, neue Lebensräume schaffen, vor allem aber die Konjunktur ankurbeln und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Die langfristigen Auswirkungen der Investitionen zeigen sich laut Studie beispielhaft an den vier ausgewählten Städten Los Angeles, Chicago, Orlando und Albany, die alle Zuschüsse aus dem von der US-Regierung bereitgestellten Konjunkturprogramm erhalten.

Demnach könnten infolge des geplanten Ausbaus des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in den USA allein in den Einzugsgebieten der genannten Städte bis zu 145.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig ließe sich dort der CO2-Ausstoß des Verkehrs um bis zu 2,8 Millionen Tonnen pro Jahr senken.

Im Detail könnten laut Studie im Raum Los Angeles bis zu 55.000 neue Arbeitsplätze entstehen und ein zusätzlicher Umsatz von bis zu 7,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Für die Stadt Chicago ergäbe sich ein Plus an 42.000 Arbeitsplätzen und bis zu 6,1 Mrd. US-Dollar. In Orlando sieht die Studie bis zu 27.500 neue Arbeitsplätze und 2,9 Mrd. US-Dollar zusätzlichen Umsatz. Für Albany liegen die Erwartungen bei bis zu 21.000 neuen Arbeitsplätzen und bis zu 2,5 Mrd. US-Dollar zusätzlichem Umsatzvolumen pro Jahr. Eine positive Folge sei außerdem an den CO2-Emissionen abzulesen, heißt es weiter. Los Angeles und Chicago könnten zirka 38 Prozent, Orlando und Albany jeweils bis zu 25 Prozent der bisherigen CO2-Emissionen einsparen.

 

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