Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat grünes Licht dafür gegeben, dass auf der Strecke zwischen dem dänischen Padborg und Maschen in Niedersachsen künftig Güterzüge mit einer Länge von bis zu 835 Metern im Regelbetrieb verkehren dürfen.
Zurzeit stellen Güterwagen bei den Eisenbahnen die weitaus größte Gruppe an Schienenfahrzeugen. Allein bei der Deutschen Bahn sind über 100.000 Güterwagen im Einsatz. Neben den offenen und geschlossenen Bauarten gibt es Spezialwagen für jeden Einsatzbereich. Selbst außergewöhnliche und schwierige Transporte großer Mengen Material in diversen Aggregatzuständen sind mit der Eisenbahn problemlos möglich. Die Auswahl des richtigen Fahrzeugs und die optimale Ausnutzung von Laderaum und Lastgrenze sichern die Wirtschaftlichkeit der Transporte.
Kiruna ist nicht nur Schwedens nördlichste Stadt, sondern auch Ausgangspunkt einer ganz besonderen Bahnlinie: Die mit Malmbanan (Erzbahn) bezeichnete Strecke führt in die 168 Kilometer entfernte Hafenstadt Narvik in Norwegen. Erst mit dem Bau der Bahnlinie war die Ausbeutung der riesigen Eisenerzvorkommen bei Kiruna möglich, da Narvik von Ausläufern des Golfstroms erreicht wird und daher ganzjährig eisfrei ist.
Im Juni 2009 kam es in Viareggio (Italien) zu einem tragischen Unfall eines Güterzuges. Nach dem Bruch der Radsatzwelle eines Kesselwagens entgleiste dieser und stürzte mit weiteren Kesselwagen um. Vermutlich durch einen scharfkantigen Gegenstand wurde hierbei ein Tank aufgerissen, so dass Gas ausströmen und kurz darauf durch einen Zündfunken zur Explosion gelangen konnte. Die Europäische Eisenbahnagentur (ERA), die nationalen Sicherheitsbehörden und der Eisenbahnsektor (Privat- und Staatsbahnen, Wagenhalter und Hersteller) haben daraufhin bei der ERA eine Task Force für Güterwageninstandhaltung eingerichtet, die europäische Lösungen für europäische Probleme, hier zunächst die Radsatzwellenthematik, erarbeiten sollte. Die Joint Sector Group (JSG), in der der gesamte Eisenbahnsektor vereinigt ist, hat hierfür in einer bisher einzigartigen konzertierten Aktion ein gesamthaft abgestimmtes europäisches Aktionsprogramm erarbeitet. Die Maßnahmen befinden sich derzeit in voller Umsetzung.
Zurzeit wird in vielen Bereichen an einer Verbesserung des Schienengüterverkehrs gearbeitet. Das Projekt GZ 1000 hat den Betrieb mit längeren Güterzügen zum Inhalt. Aktuell ist in Deutschland die Zuglänge noch auf 750 m beschränkt, obwohl technisch auch längere Züge möglich wären.
Obwohl der Fahrzeugbestand seit den 1950er kontinuierlich abgenommen hat, stellen Güterwagen bei den Eisenbahnen immer noch die größte Gruppe an Schienenfahrzeugen. Allein in Europa sind weit über eine Millionen Güterwagen der verschiedensten Bauarten unterwegs.Von den Betreibern werden dabei bevorzugt Universalwagen eingesetzt, die sich für eine Vielzahl von Transportaufgaben eignen. Diese Wagen können in großen Stückzahlen kostengünstig beschafft und wirtschaftlich eingesetzt werden. Dagegen sind Spezialwagen für besondere Marktanforderungen optimiert und auf bestimmte Ladegüter und Verkehre zugeschnitten. Die Besonderheiten dieser Wagen können ein großes Ladevolumen, eine hohe Tragfähigkeit, spezielle Transportschutzeinrichtungen, eine besondere Be- und Entladetechnik, die Möglichkeit eines Spurwechsels, eine spezielle Fahrzeugbegrenzung oder die Fährbootfähigkeit sein.
Der Falnqqs 130 ist ein offener Schüttgutsattelwagen mit 4 Radsätzen und Seitenklappen, der für den Braunkohletransport im Ganzzugpendel Wählitz – Buna eingesetzt wird. Ziel war es, für DB Schenker Rail die Instandhaltungskosten und Ausfallzeiten zu minimieren.
Ausschlaggebend für die Systementscheidung CAKv (Compakt Automatische Kupplung vereinfacht) und Kuppelstange waren die hohen Betriebsbelastungen im Pendelverkehr Wählitz – Buna. Auf Grund des Befahrens von engen Gleisbögen (insbesondere im Schubbetrieb) waren die Puffer und die Radsätze einem hohen Verschleiß ausgesetzt.
Die Modernisierung der Güterwagenflotte der Railion Deutschland AG ist in vollem Gange. Um altersbedingt ausscheidende Wagen zu ersetzen und Verkehre für Stahlkunden zu sichern, hat Railion Deutschland die bewährte Flachwagen-Gattung Samms um die Bauart 489 erweitert. Nachfolgend wird dieses Fahrzeug vorgestellt.
Täglich werden große Mengen gefährlicher Güter mit der Bahn transportiert. Als Gefährliche Güter bezeichnet man alle Stoffe, die auf Grund ihrer Beschaffenheit bei Austritt aus dem Transportbehältnis zu einer Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier, Natur und Umwelt werden können. Der weitaus größte Teil der auf der Schiene beförderten chemischen Produkte wird in Eisenbahnkesselwagen transportiert. Neben den flüssigen und gasförmigen Stoffen fallen darunter auch pulverförmige und körnige Stoffe.
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