Der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI) veranstaltet vom 28. bis zum 30. Mai seine 26. Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik iaf. Knapp 200 Aussteller aus mehr als 20 Ländern werden in Münster vor Ort sein, um sich über die Innovationen in der Schienen- und Fahrzeugtechnik zu informieren – das bedeutet einen Ausstellerrekord für die Fachmesse.
Wenn Gleise mit Schotterbau erneuert werden, erfolgt ein Austausch von Schienen und Schwellen. Neu entwickelte Maschinen können bei diesem Gleisumbau zwei Schwellen auf einmal ablegen.
Im Jahre 1995 begannen die ersten Überlegungen zur Modernisierung der insgesamt 202 Kilometer langen Strecken des Freudenstädter Sterns im Schwarzwald, die sich zunächst um die Modernisierung der Infrastruktur in den Bahnhöfen drehten. Sechs Jahre später wurden mit Einführung des Geschäftsfeldes „Regionalnetze“ bei der DB Netz AG dann alle Strecken in ihrer Gesamtheit in die Modernisierungsmaßnahmen einbezogen. Mit dem voraussichtlichen Abschluss der Bauarbeiten im September 2014 inklusive der Errichtung eines Elektronischen Stellwerks im Hauptbahnhof Freudenstadt ist der Freudenstädter Stern endgültig für Berufspendler und Touristen wieder eine echte Alternative zum Individualverkehr.
Das Kapitel 23 des DB-Fachbuchs „Arbeitsverfahren für die Instandhaltung des Oberbaus“ führt in den Schall- und Erschütterungsschutz an Bahnstrecken ein. Die Autoren beschreiben in diesem Abschnitt, aus dem im Folgenden auszugsweise zitiert wird, unter anderem Geräusche und Erschütterungen von Schienenfahrzeugen und Messverfahren zur Beurteilung der Qualität der Schienenfahrfläche. Die Lärmbelastung aus dem Schienenverkehr erhöht sich in zunehmendem Maß mit der Steigerung des Verkehrsaufkommens. Hinzu kommt die fortschreitende Urbanisierung, infolge derer immer mehr bahntrassennahe (und damit „laute“) Grundstücke bebaut werden. Lärm ist nicht nur lästig, er kann auch Gesundheitsschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Bluthochdruck- und Herzinfarktrisiko bedingen. Daneben beeinflusst Lärm das Image der Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel in negativer Weise. Dem Lärmschutz an Bahnstrecken kommt daher eine große Bedeutung zu.
Mit dem Bau des Neuen und der Erneuerung des Alten Kaiser-Wilhelm-Tunnels wird ein wichtiger Schritt zur Anpassung an die neuesten Richtlinien in Bezug auf die angestrebten Anpassungen zur interoperablen Nutzung von Europäischen Eisenbahnstrecken erreicht. Hier sei unter anderem die Erhöhung der Anzahl der Verbindungsbauwerke genannt, um den Fluchtwegabstand auf weniger
als 500 Meter zu verringern, oder die Ertüchtigung der Oberleitungsanlage für eine Befahrbarkeit mit der Eurowippe. Ziel ist es außerdem, die Bahnstrecke Koblenz – Perl langfristig als Bestandteil des Transeuropäischen Netzes (TEN) zu erhalten. Die Inbetriebnahme des Gesamtprojekts ist nach der 2. Bauphase für Ende 2015 vorgesehen.
Mit dem Ziel der Lärmreduzierung wurden im Rahmen des Konjunkturprogramms II Lärm an ausgewählten Standorten des Streckennetzes der DB Netz AG Schienenflankenschmier- und Schienenkopfkonditioniereinrichtungen eingebaut. Bei der Schienenflankenschmierung handelt es sich um ein Verfahren, das bei der DB Netz AG bereits seit Jahren zur Anwendung kommt. Die Schienenkopfkonditionierung ist dagegen eine neuartige Maßnahme, für deren Anwendung vorab verschiedene Nachweise zu führen waren.
Der Trennung von Schotter und Boden, dem so genannten Planum, wird im Bahn-Oberbau bzw. konstruktivem Ingenieursbau besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zur Verbesserung des Planums werden zum Beispiel Trag- und Schutzschichten eingesetzt, die aus Mineralstoffgemischen (Kiessand) bestehen. Bei Regionalnetzstrecken oder untergeordneten Gleisen mit niedrigen Gleisbelastungen kann es aber auch sinnvoll sein, bestimmte Geokunststoffe zu verwenden.
Die Herstellung der Soll-Gleislage ist eine gemeinsame Aufgabe des Oberbau- und des Vermessungsdienstes. Während das Arbeitsgebiet Oberbau als Auftraggeber und Ausführender der Arbeiten in den Herstellungsprozess eingebunden ist, ermittelt das Arbeitsgebiet Vermessung die erforderlichen Trassendaten. Im folgenden Beitrag wird durch Auszüge aus den jeweiligen Regelwerken die Zusammenarbeit der beiden Fachdienste erläutert. Ferner werden die Messgeräte aufgeführt, die zur Gewinnung der notwendigen Daten eingesetzt werden. Dieser Beitrag wurde erstmals in der Zeitschrift EI – Der Eisenbahningenieur im September 2010 veröffentlicht.
Sie sind Deine Bahn-Abonnent und möchten Ihre Premium-Mitgliedschaft aktivieren?
Dafür bitten wir Sie, sich zunächst neu anzumelden.
Wenn Sie bereits registriert sind, bitten wir Sie, sich anzumelden.